Liebe Leserinnen und Leser!

Cristiano Ronaldo – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – wird der Vergewal­tigung bezichtigt. Die Möglichkeit, dass sich ein Mann seiner Strahlkraft eines derart schweren Verbrechens schuldig gemacht hat, legt finstere Schatten über Teile der Sportwelt. Millionen Kinder laufen wegen Ronaldo der Kugel hinterher, wollen sein wie er. Was lange als machtvollster Nachwuchs- und Merchandising-Magnet zog, wirkt nun auf nicht wenige abstoßend. Lesen Sie in Markus Geislers Coverstory, wie das größte Idol des modernen Fußballs heute an seinem Arbeitsplatz wahrgenommen wird, wie bei den Juve-Fans in Wien, wie im Heimatland und wie eine auch im heimischen Sport höchst engagierte Feministin, Journalistin und Fußballexpertin den „Fall Ronaldo“ analysiert.

Als bodenständige, aber um nix weniger siegeshungrige Gegenentwürfe zur Weltmarke CR7 stehen andere Sportpersönlichkeiten in dieser Ausgabe da. Ski-Tausendsassarin Mikaela Shiffrin etwa oder Mario Stecher, der neue ÖSV-Verantwortliche für Sprunglauf und ­Kombination. Selbst der ebenfalls erfolgreich rennfahrende Superstarsohn Mick Schumacher kommt erfreulich erdverbunden rüber, Rodelolympionike David Gleirscher sowieso.

Ein Heft voller Gegensätze also, dieses tatsächlich vorletzte Sportmagazin. Wie mancherorts ­bereits durchgesickert, wird die heuer 31 Jahre alte Medienmarke zum großen Bedauern der ­Redaktion mit Jahresende eingestellt. Deutlich mehr von mir dazu am 13. Dezember. Bis dahin wünsche ich Ihnen ein weiteres Mal größtmögliches Lesevergnügen!

Ihr Chefredakteur

Fritz Hutter

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Credo: Wer derart viel über Sport schreibt wie wir, tut gut daran, sich auch selbst zu bewegen. Um gesund zu bleiben, aber schon auch, um nicht als einer jener Theoretiker verlacht zu werden, die nie das Salz im eigenen Schweiß ­geschmeckt haben.

Erhältlich ist das neue Sportmagazin ab 15. November 2018 im Zeitschriftenhandel und am 18. November als Beilage zu 40.000 Exemplaren der „Presse am Sonntag“