Liebe Leser!

Das Sportmagazin, Online-Portale wie www.sportnet.at und www.tennisnet.com sowie die Sportredaktionen der Tageszeitungen und Rundfunkstationen, also „die Medien“, schätzen Stars schon auch, weil deren Fanmassen potenzielle Leser, User und Seher dar­stellen. Die feinste Würze des Sportjournalistenlebens ist es deshalb, erste Reihe fußfrei zu beobachten, wie ein jugendliches Talent zum erwachsenen Könner reift und sich weiter zum Virtuosen von globaler Bekanntheit entwickelt. Fein, dass das Sportmagazin auffällig häufig am Beginn der­artiger Metamorphosen einhaken konnte. 2007 etwa, als wir uns von einer Juniorenweltmeisterin namens Anna Fenninger Fitnesstipps abholten. Oder 2008, als wir Gregor Schlierenzauer im Herbst vor seinem ersten Gesamtweltcupsieg kunstvoll als Ikarus inszenierten. Oder zwei Jahre später, als Marcel Hirscher, kurz vorm ersten Slalom-Triumph, erstmals eine große Fotostrecke – die Bilder haben ihm nicht getaugt, deutlich zufriedenstellendere sollten folgen – verpasst bekam.

 

Im selben Jahr, 2010, erschien auch mein erstes größeres Porträt der damaligen Zukunftshoffnung fürs heimische Herrentennis, Dominic Thiem. Verfasst nach einem ganzen Tag, Ellbogen an Ellbogen mit Günter Bresnik, am Zaun des St. Pöltner Sportzentrums, wo dessen­ Schützling Thiem im dritten Profispiel seinen damals neunten ATP-Punkt eroberte.

Heuer, eine schöne Stange Stories später, ist der mittlerweile 23-jährige Dominic Thiem Österreichs Mann in der absoluten Weltklasse und unser „Sportler des Jahres“ 2016. Lesen Sie die große Geschichte ab Seite 42. Und bitte auch alle anderen in dieser Ausgabe.

Ihr Chefredakteur

Fritz Hutter

Ein Senna-Zitat an der Redak­tionswand, das bereits anlässlich unserer ­ersten Thiem-Story im Sportmagazin fein auf den damals grad 17-Jährigen und seinen Mentor gepasst hat.