Tennis: Farewell to the Cup

Vom 13. bis 16. September kämpfen Österreichs Daviscupper in Graz gegen Australien. Mit einer Träne im Knopfloch, weil der wichtigste Teamwettbewerb in seiner klassischen Spielart nach einer heiß diskutierten „Reform“ ja Geschichte ist. Grund genug, um durchaus wehmütig auf die zehn unserer Meinung nach spektakulärsten Austro-Siege der letzten 30 Jahre zurückzublicken.

//Text: Fritz Hutter //Fotos: GEPA-Pictures.com, imago, picturedesk.com

1989, Australien: Mit 5:0 schossen Thomas Muster und Horst Skoff im Einzel sowie Muster/Antonitsch die Aussies Pat Cash, Mark Woodforde und das Top-Doppel Cash/Fitzgerald aus dem Dusika-Stadion. Österreichs vierten Mann gab ein durchaus tiefer Sandboden.

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1990, Spanien: Vielleicht einer der spekta­kulärsten ÖTV-Siege. In Barcelona bezwang man Emilio Sanchez, Sergi Bruguera und das Duo Sanchez/Casal mit 3:2. Thomas Muster gewann seine beiden Einzel und Horst Skoff bezwang Bruguera an Tag eins überraschend deutlich.

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1992, Kanada: Angeführt von Alexander Antonitsch, der am Rasen von Vancouver seine Einzel gegen ­Daniel Nestor und Grant Connell gewann, verstand es auch der Salzburger Links­händer Gerald Mandl (Foto unten) zu glänzen. ­Gemeinsam mit ­Antonitsch sorgte er ­gegen das ­damalige Weltklassepaar Grant Connell/Glenn ­Michibata für den so ­wichtigen ­Doppel-Punkt.

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1993, Neuseeland: Am schnellen Indoor-Teppich von Christchurch avanciert Alex Antonitsch gegen die bärenstarken „Kiwis“ Brett Steven und Kelly Evernden (Wien-Finalist 1989) zum Matchwinner und bezwingt letzteren im Entscheidungs-Einzel in fünf ­Sätzen zum 3:2 für Austria.

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1995, Spanien: Gegen den zweifachen Paris-Champ Sergi Bruguera, Carlos Costa & Emilio Sanchez ließen Muster, Schaller und Antonitsch im „Dusika“ Hartplatz verlegen. Fazit: zwei Tom-Erfolge im Einzel, einer im Doppel mit Antonitsch (Sieg im Dead-Rubber vs. Costa zum 4:1).

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1997, Kroatien: Auf ­Grazer Sand zwingt Gilbert Schaller (r.) Superstar Goran Ivanisevic im ­fünften Satz zur Aufgabe. Nach Musters Sieg über Saša Hiršzon und dessen ­Niederlagen im Doppel mit Udo Plamberger und im Einzel gegen „Goranje“, ­fixiert „Schilli“ das 3:2.

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1999, Schweden: ­Markus Hipfl (unten) war es, der in den Einzelspielen am Sand von Pörtschach sowohl Magnus Norman als auch – im Entscheidungsspiel zum 3:2 – Magnus Gustafsson bezwingen konnte. Stefan Koubek steuerte gegen ebendiesen den Punkt zum 1:1 bei. Ohne Chance damals das Doppel Melzer/Peya gegen Kulti/Tillström.

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2003, Belgien: Das 3:2 über Belgien ­sicherte den ­Wiederaufstieg in die ­Weltgruppe. Stefan Koubek gelangen dabei zwei Single-Siege über die Zwillinge Christopher und ­Olivier Rochus. Jürgen Melzer bezwang ­Olivier Rochus in fünf Sätzen zum 1:1.

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2008, Groß­britannien: Jürgen Melzer (2. von links) schlägt Alex Bogdanovic, Andy Murray paniert Alex Peya (in Weiß, rechts davon Ersatzmann Martin Fischer)) sein Bruder Jamie verliert mit Ross Hutchins glatt gegen Melzer & Julian Knowle (Mitte). Dann besiegt Andy Murray auch Melzer, aber Peya schlägt Bogdanovic zum 3:2.

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2011, Belgien: Die Basis für den Verbleib in der Weltgruppe legte am Hartplatz von Antwerpen Andi Haider-Maurer mit seinem glatten Auftaktsieg über den exaltierten Xavier Malisse (l.). Weitere Ö-Punkte: Melzer über Olivier Rochus, Peya über Ruben Belemans und Marach/Peya über Rochus u. Steve Darcis.

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2018, Russland: Mit einem überraschenden 3:1 ­sicherte sich das Team aus Jürgen Melzer, Sebastian Ofner, Kapitän Stefan Koubek, Doppel-Ass Philipp Oswald, Doppel-Reservist Sam Weißborn und Dennis Novak (von links) im Feburar in Moskau die Chance auf die vermeintliche Rückkehr in die Weltklasse. Novak besiegte Jungstar Andrej Rublew, Melzer/Oswald dann Rublew mit Karen Katschanow. Und gleich danach gewann Melzer auch noch gegen Jewgeni Donskoi.

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