Tanz auf dem Vulkan

Wenn vom 1. bis 5. August das wahrscheinlich lässigste Beachvolleyball-Turnier der Welt die Wiener Donauinsel zum Schaukeln bringt, sind sie mittendrin: Österreichs ­erfolgreichster Trainer, das aktuell beste Damen-Team im Land und jener Mann, der die Stimmung im Stadion als kollektives Party-Inferno ausbrechen lässt. Im Sportmagazin sagen sie, was uns erwartet.

||Text: Fritz Hutter||||Fotos: Red Bull Content Pool/Swatch Beach Volleyball Major Series/Mitter

Für Robert Nowotny steht der im Vorjahr in Wien erkämpfte zweite WM-Rang seiner Schützlinge Clemens Doppler und Alexander Horst nicht als einsame Nummer 1 in deren Hitliste. „Wie sie 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio im bummvollen Stadion die späteren Olympiasieger aus Brasilien besiegt haben, steht für mich auf derselben Stufe“, so der langjährige Headcoach und Manager von ­Österreichs bestem Beachvolleyball-Team. Überhaupt sieht „Nowo“, als Spieler unter anderem Olympiastarter 2004, die letzten zwei, drei Jahre als stärkste Karrierephase des 38-jährigen Doppler und seines 35-jährigen Partners: „Schon seit 2014 stehen sie fast durchgehend im Hauptbewerb, mussten praktisch nie aus der Quali kommen. 2015 war vielleicht ihr bestes Jahr. Aber mir imponiert, wie sie speziell die Jahre seither auf dem Platz mit allem umgehen, was es mit sich bringt, wenn man nicht mehr zu den Schnellsten und Sprungkräftigsten zählt. Auch heuer werden sie wieder das eine oder andere Semifinale erreichen. Den fünften Platz von Xiamen haben sie ja schon.“[reccent_posts]

Trotzdem genießt die Wien-WM einen ganz besonderen Platz in der Vita des Trios, brachte es doch endgültig breite Aufmerksamkeit für ihren Sport und die beiden Spielerpersönlichkeiten. „In der öffentlichen Wahrnehmung ist aus den Namen Doppler und Horst ein Team aus zwei nun individuell unverwechselbaren Typen geworden. Davor habe ich tatsächlich mehrfach schräge Anfragen bekommen, in denen vermutet wurde, dass es sich nur um eine Person handelt. Schön, dass das nach so vielen Jahren nun endlich gelungen ist. Seit dem Vorjahr werden sie dazu deutlich öfter für Kampagnen angefragt und verwendet“, so Robert Nowotny, der von der Vereinigung der internationalen Beachvolleyball-Trainer 2017 zum „Coach des Jahres“ gewählt wurde.

Und Wien servierte noch ein weiteres Highlight: Nicht immer hat man die beiden doch einigermaßen gegensätzlichen Hauptdarsteller in Rot-Weiß-Rot nämlich in derartiger Eintracht werken sehen. Nachdem man sich in der Vergangenheit die Extraportion Energie aus kurzen Ärgerattacken über eigene Fehler oder jene des Partners geholt hatte, agierten Doppler/Horst auf der Donauinsel laut Nowotny von der ersten Sekunde an harmonisch als Team, in dem beide gleichzeitig locker und fokussiert aufspielten: „Und das, obwohl es zwischen den Spielen eher Geriatrie als Spitzensporttraining war, mit dem wir Clemens immer wieder auf den Platz stellen konnten.“ Grund war eine nicht öffentlich breitgetretene Knieverletzung, die auch im Hinblick auf die nach Wien überraschend avisierte Olympiakampagne von D & H für Tokio 2020 zum Saisonende 2017 operativ behandelt wurde.

Was Robert Nowotny vom heurigen Tunrier erwartet, wer Austrias First Ladies sind und warum gerade in Österreich beim Beachvolleyball derart die Post abgeht lesen sie im neuen Sportmagazin. Hier geht’s zum Sportmagazin-Abo: www.magazin-abo.com