Seit heuer versetzt Andrea Schlager die heimische Eishockey-Community in Atemnot. Nun soll die ServusTV-Lady auch den Zweiradakrobaten der MotoGP den Helm verdrehen. Doch nicht nur am Mikro stellt die attraktive Steirerin ihr sportliches Multitalent unter Beweis.

//Text: Tobias Wimpissinger
//Fotos: Christian Maislinger

Dass der Sport ihr Leben bestimmen würde, war Andrea Schlager schon sehr früh bewusst, doch träumte die kesse Steirerin bis ins späte Teen-Alter noch vom Profileben im Tennis-Circuit. Später tendierte der diplomierte Mentalcoach in die Trainerschiene, mit Lehrwartausbildungen für Schwimmen, Snowboarden und Mountainbiken brachte sie auch sämtliche Voraussetzungen mit. Nur, als Filzballinstruktorin würde sie nichts taugen, mutmaßt die aufstrebende TV-Beauty, die auch bei diversen Off-Air-Moderationen wie dem Hahnenkamm-Weekend die Blicke auf sich zieht: „Ich habe mit drei Jahren mit Tennis begonnen, keine Ahnung, wie ich es gelernt habe. Und meinen extremen Griff könnte wer anderer gar nicht spielen.“

Zwischen Portugals Stränden und Österreichs Eishallen

In Knittelfeld praktisch neben dem Österreichring aufgewachsen, unternahm Schlager gleich nach der Matura in Bernie Ecclestones Formula One Management erste journalistische Gehversuche, ohne noch selbst ihre berufliche Bestimmung zu kennen. Erst ein überstandenes Assessment Center mit folgendem Praktikum beim ORF verschaffte der studierten Sportjournalistin Jahre später Klarheit. Über verschiedene Formate und Funktionen vor und hinter der Kamera bei echo TV dockte sie letztlich bei ServusTV an, moderierte das neu geschaffene „Servus am Morgen“, seit heuer stellt sie parallel zum Frühstücksfernsehen das charmante Gesicht der „Servus Hockey Night“ dar: „Ich bin immer gern in die Eishalle gegangen, schon während der Studienzeit in Graz, aber auch nach den Sendungen in Salzburg.“

Bis dahin hatte die Reporterin ihre Fragen stets aus der eigenen sportlichen Erfahrung heraus gestellt: „Beim Eishockey kommen sie erstmals aus der Sicht des begeisterten Zusehers“, grinst die 33-Jährige, die regelmäßig zwischen Salzburg und ihrem Zweitwohnsitz in Portugal pendelt, um ihrer Leidenschaft fürs Surfen nachgehen zu können. Die größte Herausforderung auf Gottes gefrorenem Wasser? „Eishockey fordert mich auf Ebenen, an die ich vorher gar nicht gedacht habe. Du musst drei Stunden lang megakonzentriert, wesentlich flexibler und spontaner sein, schneller reagieren. Man kann sich auf nichts vorbereiten, aber mir taugt’s voll.“ Die rauen Sitten des knallharten Gewerbes bekommt die attraktive Brünette kaum zu spüren: „Die meisten Spieler finden es nett, von einer Frau interviewt zu werden. Klar werde auch ich manchmal in der Hitze des Gefechts angeschnauzt, doch kommen die Jungs dann oft nachher zu mir und entschuldigen sich.“

Ab März präsentiert Schlager zudem die MotoGP auf ServusTV, gibt Einblicke hinter die Kulissen und will die Menschen unter den Zweiradhelmen hervorkehren. „Bei der MotoGP kommen Technik und Athleten zusammen, für mich ein völlig anderes Level. Und ich habe den Anspruch an mich selbst, sämtliche Interviews in der jeweiligen Muttersprache der Piloten zu führen.“ Neben ihren makellosen Englisch-und Portugiesisch-Kenntnissen feilt sie nun an ihrem zuletzt leicht eingerosteten Spanisch, doch auch mit Super-Doc Valentino Rossi soll in Zukunft auf Italienisch parliert werden. Ein flotte Dame also, die ständig in Bewegung bleibt – obwohl ihre Zukunftsvision seit Anbeginn der TV-Laufbahn längst konkrete Formen angenommen hat: „Vor zehn Jahren hatte ich die Idealvorstellung, eine Woche Frühstücksfernsehen zu moderieren und dazwischen eine Sportserie. Jetzt komme ich schon ziemlich nah ran.“