Powerstation: Hydropower mit Clemens Doppler

Strandprofi Clemens Doppler bringt Sonne ins unterkühlte Work-out. Wassertank & Co. garantieren Schweiß und Instabilität ohne Ende.

//Text: Bernadette Hörner

//Fotos: (C) Christian Hofer

Das beste Alter für Beachvolleyballer? Geht es nach Clemens Doppler, beginnt es jenseits der 30. Drei Kreuzbandrisse, den letzten 2013, musste sich der 34-Jährige erst zulegen, um so fit wie heuer zu sein. „Ich hatte aufgrund der Verletzung viel Zeit, meinen Körper vorzubereiten, ich bin so gut beieinander wie noch nie“, verrät der nunmehr „angelernte“ Blockspieler im Team Doppler/Horst. Am 1. Jänner ist für das Duo die heiße Olympia-Qualifikationsphase angelaufen und dass er bei Partner Alex Horst nun eher ungewohnt die Mauer am Netz mimt, sieht die Beachfachgröße gelassen: „Im Alter hast du haufenweise Spielerfahrung, die bei uns viel ausmacht. Dadurch und durch mein Service kann ich vieles kompensieren.“

Aktuell unterziehen die beiden Profis ihre Skills noch einem vierwöchigen Outdoor-Tuning auf den Kanaren: „Das Training in der Wiener MaXX-Halle ist zwar extrem lässig, aber kurz vor der Saison ist es wichtig, wieder mit Wind und internationalen Sparring-Teams Praxis zu sammeln.“ Rund 35 Stunden pro Woche, neben Balltraining gefüllt mit Wechsel-und Hürdensprints auf Sand, Kraftund Koordinationstraining, und „mit den Jährchen auch immer mehr Reha“ erwarten den Wahlwiener noch bis März. Danach lauern Highlights wie die Heim-EM in Klagenfurt und die Länder-WM in den Niederlanden. Doppler, fokussiert: „Je besser wir heuer spielen, umso eher geht’s nach Rio.“

1. Überzüge: BRUST/BAUCH/BEINBEUGER

Zweimal pro Woche absolviert Clemens ein Stabilisationstraining im Hypertrophie-Bereich. „Das hilft, die Kraft im Sand umsetzen zu können, und zählt gleichzeitig als Grundlagenausdauereinheit.“ Fokus: Schultern, Rumpf, Beine. Für die Überzüge auf einen Ball legen und Aqua-Bag (oder Langhantel) langsam hinter den Kopf absenken. Becken dabei hochdrücken! 12 Wh. / 3 Serien

(C) Christian Hofer

2. Rudern: Rücken

Auf einer instabilen Unterlage stehend (hier ein BOSU) mit dem Bag zum Nabel rudern. Rücken gerade! Wie schon bei Übung 1 hat Clemens ein Gummiband um die Beine gespannt. „Für die Kreuzbänder ein kleiner, zusätzlicher Reiz.“ 15 Wh. / 3 Serien

(c) Christian Hofer

3. Dynamischer Plank: Ganzer Körper

Stütz für Fortgeschrittene – Arme auf Ball und Beine auf BOSU. Erfordert sehr viel Körperspannung! Dazu jeweils 20 Sek. lang ein Bein heben und senken. 40 Sek. (20 Sek. pro Bein) / 3 Serien

(c) Christian Hofer

4. Push-ups: BRUST/RUMPF

Auch hier demonstriert Clemens eine Advanced-Variante. Auf ein Wackelbrett stützen und Oberkörper langsam senken und wieder heben. Durch das Gummiband wird zusätzlich die Schulter aktiviert. 12 Wh. / 3 Serien

(c) Christian Hofer

5. Ausfallschritt: OBERSCHENKEL

Den Aqua-Bag geschultert, steht Clemens im Ausfallschritt auf dem BOSU (o. ä. instabile Unterlage). Aus dieser Position in die Knie gehen und wieder aufrichten. Beide Füße zeigen nach vorne! Durch den Bag ist sehr viel Balance gefragt, der Zug durch den Tube stabilisiert zusätzlich das Knie. 10 Wh. / 3 Serien pro Bein

(c) Christian Hofer

PASSPORT: Clemens Doppler

Geboren am: 6. September 1980 in Steyr

Wohnort: Wien

Größe/Gewicht: 200 cm/86 kg

Familie: Freundin Bettina, Tochter Lilli (1 Jahr alt)

Ausbildung: Uni-Lehrgang „Trainings-und Sportmanagement“

Beachprofi seit: 1996 Verein: SVS Schwechat Größte Erfolge: Europameister 2003 (Nik Berger) und 2007 (Peter Gartmayer), 2-facher Olympiateilnehmer (2008,2012), 6 x österr. Meister

Hobbys: Würfelpokern

Sponsoren: Swatch, A1, Smart, Land NÖ, Red Bull, Steyr, Nike, Sporthilfe, Team Rot-Weiß-Rot

Web: www.doppler-horst.com