Melange – das Freeride-Movie aus Wien

Eine Freeride Doku aus Wien? Ja, wieso nicht?!

//Autor: Michael Strauss

„Hey machen wir einen Ski-Film, das wird sicher voll cool!“ Sehr oft kommt es vor, dass junge Ski-Freerider diesen Gedanken haben, genau so war es bei uns auch. Der auffallendste Unterschied, wir kommen alle aus Wien; einer größeren Stadt an der Donau. Wintersport war, anders als für Kinder in den Bergen, immer mit einer weiten Anreise und großem Aufwand verbunden. Fast jedes Wochenende im Winter um 5 aufstehen um rechtzeitig zu einem Skirennen zu kommen. Dazu kommen noch etliche Trainingslager über das Jahr verteilt und auch auf der Hohen Wand Wiese fanden einige nächtliche Trainings im Flutlicht statt.

Stefan Voitl / Gastein
Philipp Scholler / Kitzsteinhorn

Nur einige von uns feierten Erfolge in der Skirennlaufszene, etliche Wiener Meistertitel, Ski Cross Europacup Podium Plätze bis zu einem FIS-CIT Weltcup Sieg.  Eines hatten wir jedoch alle gemeinsam: Spaß am Skifahren.

Wie es die Entwicklung der Ski-Szene so wollte, fingen wir alle an, neben der Skilehrer/innen-Ausbildung, im Gelände zu fahren und zu springen. Durch die steigende Erfahrung wurde aus Spaß schließlich mehr.

Für manche von uns wurde es ein Job, für andere ein Hobby, aber für uns alle eine große Leidenschaft!

 

Stefan Voitl / Gastein
Stefan Voitl / Gastein

Der Winter in Wien ist aus der Sicht eines sportlich aktiven Menschen, sicherlich nicht die schönste Jahreszeit. Grau in Grau bieten sich wenig Möglichkeiten draußen etwas zu unternehmen oder gar Sport zu betreiben. Ganz im Gegenteil dazu, sind die Alpen jedoch der perfekte Spielplatz für einen Freerider und von Wien nicht ganz aus der Welt.

Die meisten von uns üben klassische Jobs in Wien aus wie Architekt, Versicherungskaufmann oder Sportlehrer, nicht immer ist es einfach gemeinsam unterwegs zu sein. Aber heuer soll uns genau das gelingen. Wir werden unsere Freeride-Erlebnisse festhalten.

Bernhard Fiedler / Gastein
Bernhard Fiedler / Gastein

„In 5 Abschnitten sollen die Zuseher/innen in die Berge entführt werden. Die Kapitel sollen adaptiert und anhand ausdrucksstarker Emotionen verbildlicht werden. Durch einige Zwischenschnitte werden der Kontrast und die möglichen Gemeinsamkeiten zum alltäglichen Stadtleben aufgezeigt. Das der Stadtmensch auch Bergmensch sein kann und das Eine weder das Andere noch Weiteres ausschließt. Das sportliche Leistung unabhängig von ihrer Lokalität ausgeübt und errungen werden kann, ist eine der zentralen Botschaften, die den gesamten Film tragen wird. Musikalisch wird ausnahmslos mit Künstlern aus Wien und Österreich gearbeitet um den Anspruch einer Melange gerecht zu werden.“ – Robert M.

Stefan Voitl / Gastein
Stefan Voitl / Gastein

Das Skifahren nicht nur Sport, sondern eine Lebenseinstellung ist, werden wir in einem dokumentarischen Kurzfilm zeigen. Solange es unverspurte Powderhänge gibt, werden wir immer wieder unsere Ski aufs Auto schnallen und in die Berge fahren, weil Skifahren ist das Leiwandste!

Stefan Voitl / Gastein
Stefan Voitl / Gastein

 

Über Meine Person:

Als gebürtiger Wiener wird man in der Ski-Szene anfangs für gewöhnlich etwas belächelt. Doch ich wollte immer nur eines, Skifahren. Und das besser als andere. So begann ich mit 12 Jahren Skirennen zu fahren. Noch immer profitiere ich von dieser erlernten Grundtechnik. Mit 18 Jahren begann ich schließlich mit meiner ersten Skilehrerausbildung neben meinem Sportstudium. Diese Ausbildungen führte ich weiter, bis ich die „Staatliche Skilehrer und Skiführer Ausbildung“ in der Tasche hatte und als Ausbilder arbeiten konnte.

Neben den Ausbildungen habe ich mich vermehrt dem Freeride gewidmet. So nahm ich mit 20 Jahren an meinem ersten Freeride-Contest teil. Zwei Jahre später erreichte ich die erste Podest-Platzierung und mit 23 Jahren belegte ich den dritten Platz in der Austrian-Freeride-Tour. Durch meine neue Partnerschaft mit Peak Performance bin ich meinem Traum ein wenig nähergekommen. Ich freue mich auf spannende Projekte und eine gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

 

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Hugo Peckham / The Remarkables