McLächerlich: Ein Blick hinter die McLaren-Kulissen

Fittipaldi! Hunt! Lauda! Prost! Senna! Hakkinen! Hamilton! McLaren war fast ein halbes Jahrhundert lang der beste Ort für eine schnelle Nummer in der Formel 1. Jetzt ist man nur mehr eine Legende der Lächerlichkeit.  Wie konnte das Team so abstürzen?

Drei Piloten in den Punkterängen mit insgesamt 48 WM-Punkten, eine Platzierung in der Konstrukteurswertung, die einen eingefleischten McLaren-Fans die Tränen in die Augen treibt und derzeit wenig Hoffnung auf Besserung. Dennoch sagt McLaren-Boss Ron Dennis: „Die Ersten, die Mercedes besiegen können, das werden wir sein.“ Das klingt hoffnungsvoll, aber hält der Traum der Wirklichkeit stand? Man spürt große Verbindungsprobleme zwischen Honda und McLaren und die sprachlichen Defizite der Japaner sind dabei noch das geringste Übel.

Die Engländer können mit der Arbeitskultur der Japaner nichts anfangen, diese würden alles zwei- bis dreimal erproben, auch Dinge, von denen längst klar sei, dass sie nicht funktionierten. Dazu kommt, dass es für Honda enorm wichtig ist, dass möglichst viele ihrer Techniker auch im Formel-1-Team arbeiten. Dadurch herrscht eine enorme Fluktuation. Kaum ist ein Ingenieur im Formel-1-­Modus, wird er wieder zurück in die Serienfertigung geschickt und alles beginnt wieder von vorne. Doch die Pro­bleme von McLaren können nicht einfach nach Japan abgeschoben werden, zu viel läuft auch im gigantischen Paragon-Tempel in Woking falsch. „Kaum ein Team hat so viele Chefs wie McLaren“, erzählt McLaren-Insider Alex Wurz, „und manchmal verderben zu viele Köche den Brei.“

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