Mbappé ist atemberaubend

Frankreichs Teamchef Didier ­Deschamps im Exklusiv-Talk: wie er mit der Favoritenrolle umgeht, was er „Exzentriker“ Paul Pogba rät und warum er beim Videobeweis skeptisch ist.

Interview:  Alexis Menuge // Fotos: imago/PanoramiC (gr.), imago/ZUMA Press (kl.)

Sportmagazin: Monsieur Deschamps, wie hat sich die Équipe Tricolore seit der Heim-EM 2016 Ihrer Ansicht nach entwickelt?

Didier Deschamps: Wenn man genau hinschaut, ist nur die Hälfte der Spieler von 2016 übrig geblieben, es sind viele neue junge Akteure dazugekommen, die ihre Chance genutzt haben. Meine Tür ist für alle möglichen Spieler immer offen, vor allem, wenn man eine solche Generation zur Verfügung hat. Man muss die richtige Balance zwischen erfahrenen Spielern und jungen Talenten finden, die viel Enthusiasmus und eine gewisse Unbekümmertheit mitbringen.

Ist Ihnen bewusst, welch unglaubliche Dichte an Top-Spielern Sie zur Verfügung haben? Ja und das ist eine Art Privileg, aber es wird auch sehr viel darüber gesprochen, weil etliche französische Nationalspieler in den letzten Monaten für sehr viel Geld den Verein gewechselt haben. Manche davon sind bei ihrem Klub gar keine Stammspieler, weil sie noch viel lernen müssen und die Konkurrenz extrem groß ist, aber klar ist es ein Luxus, wenn man jede Position doppelt oder manchmal sogar dreifach besetzt hat.

Empfinden Sie diesen Kader als eine Art „goldene Generation“? Eine goldene Generation ist eine Gruppe von Spielern, die Europa- oder Weltmeister geworden ist, das ist uns bis heute nicht gelungen. Dass das Potenzial für eine goldene Generation vorhanden ist, steht außer ­Frage. Nun liegt es an uns, den Cup zu holen, um diesen hohen Erwartungen gerecht zu werden.

Warum es derzeit so viele Top-Talente in Frankreich gibt, was das Ziel der Franzosen in Russland ist und wie Didier Deschamps sein Leben als Nationaltrainer empfindet: Das ganze Interview  lesen sie im neuen Sportmagazin. Hier geht’s zum Sportmagazin-Abo: www.magazin-abo.com