Marcel Koller unknown: Die unbekannten Facts über den Teamchef

Marcel Koller unknown: Das SPORTMAGAZIN Euro-Extra glänzt mit jenen Facts über den ÖFB-Teamchef, die Sie überraschen werden: wie viel er casht, wo’s ihn zwickt, ­welche Autos er liebt und warum er Messi nicht mag.

//Text: Tom Hofer
//Titelbild: (C) Hyundai

Wussten Sie zum Beispiel …

… dass

der öster­reichische Teamchef aktuell wesentlich mehr verdient als sein Schweizer Kollege? Nati-Coach Vladimir Petković casht rund 800.000 Franken (733.000 Euro) im Jahr. Kollers kolportierte Gage beim ÖFB ist mehr als doppelt so hoch: 1,5 Millionen Euro! Nur sechs Teamchefs verdienen bei der EURO mehr: Roy Hodgson (England/5 Mio.), Antonio Conte (Italien/4,5 Mio.), ­Fatih Terim (Türkei/4 Mio.), Joachim Löw (Deutschland/3,2 Mio.), ­Vicente del Bosque (Spanien/3 Mio.) und Frankreichs Didier Deschamps (2 Mio.).

… dass

Koller nur ­Autos mit Automatik­getriebe fährt? Acht Mal insgesamt musste der ÖFB-Teamchef während seiner aktiven Karriere nach Verletzungen unters Messer. Besonders betroffen: sein linkes Knie. Die Spätfolgen sind bis heute spürbar. Laufen ist nicht mehr möglich, weshalb Kollers Fitnessprogramm aus Radfahren besteht. Und weil auch das ständige Kuppeln beim Auto­fahren Schmerzen verursacht, bevorzugt er Automatikfahrzeuge.

… dass

Kollers Spitzname „Mäse“ ist? Das ist die ­gängige Koseform für Marcel in der Schweiz. 2015 schaffte „Mäse“ Koller das Double: „Trainer des Jahres“ in Österreich und der Schweiz!

… dass

Marcel Koller bei der „Ballon d’Or“-Wahl 2015 Lionel Messi keine Stimme gab? Für Österreichs Teamchef gehörte der Argentinier, der die Wahl mit 41,3 Prozent aller Votes überlegen gewann, letztes Jahr nicht zu den Top 3 des Weltfußballs. Kollers Ranking? 1. Cristiano Ronaldo, 2. Eden Hazard, 3. Kevin De Bruyne.

… dass

der Name Marcel ursprünglich von „Marcellus“ stammt, was wiederum eine Verkleinerungsform von Marcus ist? Abgeleitet vom römischen Kriegsgott Mars bedeutet der Name so viel wie „der Kämpfer“. Im 3. bzw. 4. Jahrhundert gab es sogar zwei Päpste, die Marcellus hießen.

… dass

Koller, bevor er 2011 vom ÖFB engagiert wurde, als heißer Trainerkandidat bei Hannover 96 und 1860 München gehandelt wurde? Auch Angebote aus Dubai, Griechenland und der Türkei lagen damals auf dem Tisch. Warum Koller ablehnte?“Ich will nicht von Klub zu Klub hüpfen, sondern etwas bewegen und aufbauen.“

… dass

Koller in erster Ehe mit einer gebürtigen Tirolerin verheiratet war? Mit Jolanda, einer ehemaligen Kellnerin, hat er auch zwei -mittlerweile erwachsene – Kinder: Vanessa (29) und Kevin (27). Kollers Sohn, ein gelernter Verteidiger, kickte zuletzt beim unterklassigen FC Pfäffikon, einem Klub im Zürcher Oberland. Warum die Ehe mit Jolanda scheiterte? „Marcel hat nächtelang Spiele analysiert.“

… dass

Koller in der Saison 2006/07 mit dem VfL Bochum Ruhrpottmeister war? Dahinter verbirgt sich das prestigeträchtige Ranking nach den Meisterschaftsspielen gegen die Revierklubs Schalke und Dortmund. 2006/07 verlor Bochum keines der vier Duelle, holte drei Siege und ein Unentschieden. In der Bochumer Fan-Kneipe „Ritterschänke“ hat Koller deshalb bis heute einen Stammplatz mit persönlicher Widmung an der Bar.

… dass

dem ehemaligen Aarau-Verteidiger Roger Wehrli, der Koller im Juli 1991 bei einem Zweikampf einen doppelten offenen Schienund Wadenbeinbruch zufügte, sein derbes Foul bis heute zu schaffen macht?“So etwas verfolgt dich ein ganzes Leben lang. Der Boulevard lancierte über Monate eine regelrechte Hetzjagd, ich kam mir wie ein Schwerverbrecher vor“, gestand Wehrli, 68-facher Schweizer Teamspieler, gegenüber dem Züricher „Tagesanzeiger“. Das Foul gilt bis heute als eines der fünf schlimmsten in der Geschichte des Schweizer Fußballs.

… dass

Koller schon im Alter von 25 mit der Trainerausbildung begann? Noch als aktiver Spieler, mit 31 Jahren, hatte er sie abgeschlossen.

… dass

Koller mit einer Siegquote von 53,2 Prozent vor Hanspeter Zaugg (49,1 Prozent) der erfolgreichste Coach der Grasshoppers in diesem Jahrtausend war?

… dass

Kollers Manager Dino Lamberti ein gebürtiger Neapolitaner ist? Bekannteste Klienten des smarten Spielerberaters sind die Brasilianer Raffael (Mönchengladbach) und Ronny (Hertha Berlin) sowie der Schweizer Teamkapitän Gökhan Inler, dem Koller in der Zeit vor seinem Engagement beim ÖFB als sportlicher Berater zur Seite stand. Lamberti, dessen Büro sich in nobelster Lage am Zürichsee befindet, wickelte auch den Megatransfer von Chile-Star Alexis Sanchez von Udine zu Barcelona ab – Ablösesumme: 26 Millionen Euro.

… dass

Koller bei seinem Stammverein Grasshopper Club Zürich unter Trainerikonen wie Hennes Weisweiler, Leo Beenhakker und Ottmar Hitzfeld kickte? Zum Abschluss seiner Teamkarriere in der Schweizer Nati spielte er unter dem aktuellen englischen Teamchef Roy Hodgson.

… dass

der Schweizer am 4. Oktober 2011 in der Messehalle Oberwart als Teamchef präsentiert wurde? Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer soll einer derjenigen gewesen sein, die Koller dem ÖFB empfohlen hatten. Auf Anfrage des Sportmagazins gibt sich Sammer kryptisch: „Ich weiß nicht, ob wir über Marcel Koller gesprochen haben, ich will’s nicht ausschließen. Wir haben uns zum damaligen Zeitpunkt oft ausgetauscht.“

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