Die Zauber –Lehrlinge

Kylian Mbappé, Leroy Sané oder Gabriel Jesus schicken sich an, den etablierten ­Superstars den Kehraus zu ­machen. Wir präsentieren sieben unverbrauchte ­Magier aus der ­Hexenküche des Weltfußballs, die das Zeug haben, schon bei der WM 2018 die neuen Messis und Ronaldos zu werden.

// text: markus geisler // foto: imago sportfoto/Panoramic

Kylian Mbappé

Der Himmels-Stürmer

Alter: 18 Klub: Paris Saint-Germain Länderspiele/Tore: 7/1

Teuflisch gut, was dieser Engel mit dem Babyface in diesem Jahr auf Europas Rasen zaubert. So gut, dass Kylian Mbappé mit der Rekordzahl von 291 (von 300 möglichen) Punkten den Golden Boy Award für den besten U21-Kicker des Kontinents einheimste. So viele schafften nicht einmal Wayne Rooney (2004), Lionel Messi (2005) oder Paul Pogba (2013) bei ihrem Sieg. Der 18-Jährige sorgte bei AS Monaco mit 15 Toren und 11 Vorlagen nicht nur für den ersten Meistertitel seit dem Jahr 2000, er schoss die Fürsten-Kicker­ mit sechs Toren auch ins Halbfinale der Champions League. Logisch, dass sich die katarischen Besitzer von Paris Saint-Germain dachten: „Den brauch ma!“, und 180 Millionen Euro in ihren Sparstrumpf stopften, um die nächsten Sommer fällige (und im Leihvertrag verankerte) Ablöse zu berappen. Im Pariser Starensemble sorgt Mbappé genauso für magische Momente wie im Dress der Équipe Trico­lore, die auch dank ihm zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel 2018 zählt. Himmlische Aussichten für die Grande Nation.

Leroy Sané

Der Speed-Junkie

Alter: 21 Klub: Manchester City Länderspiele/Tore: 8/0

Dass Manchester City derzeit die wohl spektakulärste Mannschaft Europas ist und den besten Saisonstart in der Klubgeschichte hingelegt hat, liegt zu einem guten Teil an der Entwicklung von Leroy Sané – die so allerdings nicht zu erwarten war. Vergangene Saison warf ihm Klubkollege Raheem Sterling noch „Selbstverliebtheit“ vor, als sich Sané seine eigene Jubelpose nach seinem Tor gegen Monaco auf den Rücken tätowieren ließ. Und Coach Pep Guardiola kritisierte zu Saisonbeginn Einstellung und Fitnesszustand des Sohnes von Ex-Tirol-Stürmer Souleymane Sané. „Pep versucht, mich perfekt werden zu lassen, indem er mir Druck macht“, sagt der Ex-Schalker, der 2016 für die bis heute gültige Rekordsumme für einen deutschen Spieler von 50 Millionen Euro zu den Sky Blues wechselte. Scheint zu funktionieren. Elf Scorerpunkte (sechs Tore, fünf Assists) heimste der nach Meinung vieler Experten schnellste Spieler der Premier League in den letzten acht Spielen ein. Kein Wunder, dass auch DFB-Teamchef Löw bei der „Mission Titelverteidigung“ in Russland auf den Youngster baut: „Er hat einfach etwas Außergewöhnliches.“

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