Beam Us Up, Zoki: Der Masterplan von Rapid

„Mission 33“ ist längst nicht das Limit für Rapid. Mit dem neuen Stadion als wirtschaftlicher Motor und Kick à la Barça will Grün-Weiß auf Dauer den Klassenfeind Red Bull als Nr. 1 im Land ablösen. Nur der Dauerwickel mit dem ehemaligen Meistercoach und die Ausgliederung der – Profiabteilung-sorgen-für-leichte-Wellen.

//Text: Tom Hofer

//Titelbild: (C) Christian Hofer

Es ist erst knapp ein Jahr her, da schlug der oberste Rapidler Hans Krankl im exklusiven SPORTMAGAZIN-Talk über die Krise im Wiener Profikick den düsteren Jonny-Cash-Song „Hurt“ als passendes Lied für seinen Herzensklub vor. Eine 1: 6-Abreibung zum Auftakt in Salzburg und der peinliche Bauchfleck auf internationaler Bühne in Helsinki hatten nicht nur dem Goleador ärgste Schmerzen bereitet. Elf Monate später heult die Europa-League-Hymne,-komponiert von Platini Schwiegersohn Yohann Zveig, durchs Ernst-Happel-Stadion. Nur ein Tor mehr in der Arena Lviv und der Soundtrack für die Saison 2015/16 wär sogar der Königklassen-Hadern „Wir sind die Besten“ geworden. Doch die Tränen nach dem Shakhtar-Schocker sind längst getrocknet. Und zur Trauer besteht auch überhaupt kein Grund, denn Grün-Weiß steht eine goldene Zukunft bevor. National scheint für den Rekordmeister nach dem fidelen ersten Viertel die „Mission 33“ mehr als possible zu sein. Das Abenteuer Europa League könnte angesichts der keineswegs übermächtigen Gruppengegner Villarreal, Pilsen und Minsk im Frühjahr eine Fortsetzung finden. Vor allem aber: Dank der im nächsten Juli fertigen neuen Heimstätte, einem hungrigen Team im besten Alter und so vielen Fans wie noch nie ist Rapid drauf und dran, unmöglich Geglaubtes zu schaffen: den Klassenfeind Red Bull Salzburg langfristig vom Thron zu stoßen!

Maierhofer: „Der Kader hat mehr Potential als unserer“

„Der aktuelle Kader ist breiter aufgestellt und hat insgesamt mehr Potenzial als unserer damals. Die Mannschaft ist auch nicht mehr so von einem einzelnen Spieler abhängig, wie wir es von Steffen Hofmann waren. Derzeit ist Rapid ein oder zwei Stufen über Salzburg zu stellen, über kurz oder lang sind sie wieder die Nr. 1 im Land“, spricht Stefan Maierhofer wie gewohnt Klartext. „Der Lange“ hatte im Duett mit seinem kongenialen Sturmpartner Jimmy Hoffer maßgeblichen Anteil am bisher letzten Hütteldorfer Meisterstück 2008. Weil er danach auch für das Bullen-Imperium äußerst erfolgreich auf Torjagd ging, ist Maierhofer bei den grün-weißen Hardcore-Fans unten durch. Ein Umstand, den er nicht nachvollziehen kann: „Ich hätte nach meiner Zeit bei Wolverhampton gern wieder für Rapid gespielt, aber man hat mir kein Angebot gemacht.“ Heute steht Stand-by-Profi Maierhofer auch dem einen oder anderen Rapidler beratend zur Seite. Die Vermittler-und Beraterbranche wird früher oder später sein neues Standbein werden. Dass Rapid für Kicker wie Louis Schaub, Florian Kainz und Philipp Schobesberger nur ein Zwischenschritt sein kann, ist für Maierhofer klar: „Das Ausland muss für jeden das Ziel sein. Die drei haben sicher das Potenzial dazu, auf Top-Niveau zu spielen.“ Mit dem Status eines erstklassigen Ausbildungsvereins, der Jahr für Jahr wichtige Spieler ersetzen muss, hat man sich im Westen Wiens mittlerweile bestmöglich arrangiert, auch wenn die eine oder andere Klublegende mit dem Etikett ein Problem hat. Die Devise beim Vertragspoker: Ausstiegsklauseln sind tabu (auch Schaub und Schobesberger haben derzeit keine) – außer es lässt sich gar nicht vermeiden. Deshalb hat auch Robert Beric keine schlechte Nachred. Der Striker hat seinen Marktwert in nur einer Saison bei Rapid versiebenfacht -klarer Fall von Superdeal. Der Verkauf des 24-jährigen Slowenen spült 5,5 Millionen auf das Klubkonto. Transferrekord für den SCR! Nahezu die gleiche Summe kommt von der UEFA: 3 Millionen für die Teilnahme am Play-off der Champions League plus 2,4 Mille Startgeld für die Europa League. Macht insgesamt genauso viel, wie der FC Sevilla vergangene Saison an Siegprämie im Finale einstreifte. Und Beric-Nachfolger Matej Jelic könnte der nächste Jackpot sein. Möglicherweise ein gutes Omen, dass der kroatische Striker (24) mit Ivan Cvjetkovic (Spitzname: „Tarzan“) den gleichen Berater wie sein berühmter Landsmann Mario Mandzukic hat.

Das große Interview mit Zoran Barisic: Hier entlang!

Zoran Barisic hatte im Interview mit dem SPORTMAGAZIN schon im Juni geahnt, dass Beric nicht zu halten sein und Schaub bleiben wird. Für den Rapid-Coach ist es mehr Auszeichnung als Belastung, dass seine Schützlinge international begehrt sind. Zokis Bekenntnis, Fußball für die Fans spielen zu lassen, war abgezockt. Damit heimste er Sympathien in allen Lagern ein und stockte sein Kreditkonto bei den Anhängern auf. Doch er trat auch den Wahrheitsbeweis an. Rapid spielt in erster Linie mit dem und nicht gegen den Ball. Barisic, der noch an seiner Diplomarbeit für die UEFA-Pro-Lizenz schreibt (Thema: „Die Entwicklung junger Spieler hin zur Kampfmannschaft“) bevorzugt Ballbesitz-Fußball à la Pep Guardiola und nicht Highspeed-Pressing wie Ex-Salzburg-Coach Roger Schmidt. Die Innenverteidiger Mario Sonnleitner, Christopher Dibon oder Max Hofmann forcieren mit klugem Kurzpassspiel den Spielaufbau -statt mit langen Bällen in die Spitze. Die Angriffe werden im Mittelfeld geduldig vorbereitet, erst wenn sich eine Lücke ergibt, folgt der tödliche Pass in die Tiefe. Die Flankenspieler Kainz, Schaub oder Schobesberger sind sauschnell und stark im Duell eins gegen eins. Trotz dieser individuellen Klasse gilt: Der Star ist die Mannschaft! Das spiegelt auch Marcel Kollers Kader wider -für den Schweizer ist im Moment kein Rapid-Spieler teamreif. Selbst im U21-Team ist mit Louis Schaub nur einer dabei. Rapids Plus: Das Trainerteam Barisic/Jancker/Hickersberger ist nicht nur kompetent, die drei kommunizieren auch auf Augenhöhe. Dieser Spirit, eine Art Rapid-Geist 2.0, hat sich auf die Mannschaft übertragen.

So harmonisch die Beziehung in der Coachingzone auch ist, mit seinem ehemaligen Chef Peter Pacult findet Barisic einfach keinen Frieden. Bei Interviews erhält man zu diesem Thema stets die gleiche Antwort: „Kein Kommentar.“ Auch als Pacult letzten Winter im Camp in der Türkei als Zaungast beim Training auftauchte und sich anschließend zum längeren Gespräch mit Captain Steffen Hofmann traf, machte Barisic einen großen Bogen um ihn. „Er grüßt mich nicht und ist zu keinem Handshake bereit -auch der Rapid-Pressesprecher konnte ihn nicht dazu motivieren“, verrät Pacult dem SPORTMAGAZIN. Seine Absetzung als Co-Trainer hat ihm Barisic anscheinend bis heute nicht verziehen. Pacult sagt, er habe sich davor mehrmals schützend vor seinen Assistenten gestellt. Wie auch immer, für ihn ist die Causa abgehakt: „Vor dem Rückspiel gegen Donezk hab ich überlegt, ob ich ihm ein SMS schicken und viel Glück wünschen soll.“ Die sportliche Situation vor dem letzten Meistertitel ist für Pacult durchaus mit dem Beginn der Ära Barisic vergleichbar: „Auch bei mir war damals kein Geld da und ich musste eine neue Mannschaft aufbauen.“ Barisic habe zweieinhalb Jahre in Ruhe am Team basteln können. Jetzt ernte der Klub die Früchte dieser kontinuierlichen Arbeit, auch wenn’s zwischenzeitlich brenzlig war. Pacult: „Ich weiß, dass heuer im März nach dem 1:2 im Derby kurz der Baum gebrannt hat, da wär einigen fast die Geduld gerissen.“ Mittlerweile haben die beiden Unversöhnlichen sogar einen ähnlich hohen Punkteschnitt vorzuweisen: Pacult holte als Rapid-Coach 1,79 Zähler pro Partie, bei Barisic sind es 1,76.

,,Er grüßt mich nicht und ist zu keinem Handshake bereit -auch der Rapid-Pressesprecher konnte ihn nicht dazu motivieren”

Peter Pacult über Zoran Barisic

Damals wie jetzt dabei: Steffen Hofmann. Laut Barisic ist der mittlerweile 35-jährige Deutsche fit wie nie zuvor in seiner Karriere. Trotzdem darf er selten mehr als eine Stunde spielen. Grund: Das Rapid-System ist sehr laufintensiv. „Es spricht für seine Einstellung zum Beruf, dass er nach jeder Auswechslung sauer ist“, lobt Barisic seinen Kapitän. Spekulationen, ob die laufende Saison die letzte für den Deutschen ist, sind dennoch erlaubt. Vor allem, seit Hofmann ein Bachelor-Studium für Spitzensportler am Institut für Management in Salzburg begonnen hat. Der Unverwüstliche selbst lässt seine Zukunft offen: „Ich hab mich definitiv noch nicht entschieden. Bis zum Ende dieser Saison, die hoffentlich sehr erfolgreich für uns zu Ende gehen wird, ist noch einige Zeit. Danach werden wir uns zusammensetzen und besprechen, wie es weitergeht.“ Noch brennt das Feuer: „Solange es mir gutgeht, möchte und werde ich spielen. Sobald ich aber merke, dass ich den Jungs nur mehr im Weg stehe, lasse ich es sein.“ Ex-Rapidler Ferdinand Feldhofer, ein langjähriger Hofmann-Spezl, hat einen Rat für seinen Freund: „Wenn er diese Saison Rapid zum Titel führt, muss Steffen sofort aufhören. Dann bauen ihm die Rapid-Fans ein Denkmal!“ Die Nachfolge ist ohnehin längst geregelt. Vizekapitän Mario Sonnleitner hat seinen Vertrag erst kürzlich bis 2019 verlängert. Dass der Steirer nicht unwesentlich daran beteiligt war, dass Rapid mit Lyoness einen neuen, potenten Sponsor an Land ziehen konnte, war dafür aber nicht ausschlaggebend. „Er ist ein ganz wichtiger Spieler und ein absoluter Vollprofi, Mario ist ein Eckpfeiler im Verein“, lobt Sportdirektor Andreas Müller den Innenverteidiger überschwänglich.

Das Allianz Stadion: Rapids Schmuckstück

Ins Schwärmen gerät auch Geschäftsführer Christoph Peschek, wenn die Sprache auf das Allianz Stadion, ab Juli 2016 die neue grün-weiße Heimat, kommt: „Unser Jahrhundertprojekt, das künftige sportliche und wirtschaftliche Zentrum von Rapid!“ Alle Heimspiele wird der Rekordchamp in der neuen Arena austragen. Ausnahmslos! Egal, ob Meisterschaft (Fassungsvermögen: knapp 28.000), Europa League oder sogar Champions League (jeweils 24.300 Sitzplätze). Das liegt vor allem an den lukrativen Einnahmen, die dank der 2500 Business Seats und 41 Logen künftig erzielt werden können. Da die Anzahl der Mitglieder ständig steigt (Stand Anfang September: 12.000 -davon 9500 Vollmitglieder plus 2500 Greenies bzw. Jugendliche), wird’s eng mit den Tickets, die in den freien Verkauf kommen sollen. Neben den Mitgliedern haben auch die aktuellen Abo-Besitzer ein Vorkaufsrecht. „Es könnte knapp werden, an Karten zu kommen“, schmunzelt Peschek. Ende September soll der genaue Ticket-Plan für die neue Arena kommuniziert werden. Peschek: „Falls wir einmal mehr Mitglieder haben sollten, als Leute ins Stadion passen, wird’s eben wie bei Barcelona eine Warteliste geben.“ Im Happel-Stadion bleibt Rapid dennoch Dauermieter -aber nur was Trainingsplätze, Kabinen und Kraftkammer betrifft. Der aktuelle Deal mit der Stadt Wien sei finanziell okay, sagen die Verantwortlichen, er birgt aber so manche Kuriosität in sich: So muss Rapid sogar eine Gebühr von 815 Euro zahlen, wenn im Happel-Stadion die eigenen Nachwuchskicker fotografiert werden.

,,Falls wir einmal mehr Mitglieder haben sollten, als Leute ins Stadion passen, wird’s eben wie bei Barcelona eine Warteliste geben.”

Christoph Peschek

Die Kooperation mit der Allianz ist langfristig angelegt. Vorerst wurden die Namensrechte am neuen Stadion für zwölf Jahre an den Versicherungsriesen verkauft. „Das wird eine sehr starke und intensive Zusammenarbeit“ meint Andreas Wolfertsberger, Leiter der Abteilung Privatkunden bei der Allianz und selbst begeisterter Fußballfan. Das Konzept des Stadions ist auf eine vielschichtige Nutzung auch abseits des Spielbetriebs ausgelegt. Wolfertsberger: „Es wird viele Businessveranstaltungen in den Räumlichkeiten des Stadions geben. Auch wir werden Workshops und Seminare dort abhalten. Die Stadt bekommt eine neue Location mit tollem Flair und Ambiente.“ Wien wird nach München, dem nigelnagelneuen EURO-Stadion in Nizza, London, Sydney und São Paulo bereits das sechste Stadion unter der Patronanz der Allianz. „Fußball ist ein Sport, der begeistert und sehr viele Menschen emotional bewegt. Mit dieser Partnerschaft möchten wir das Produkt Versicherung mit Emotionen aufladen. Insofern profitieren beide Seite von der Partnerschaft“, erklärt Wolfertsberger.

ST. HANAPPI NEU. Die Saison 2016 / 17 kickt Rapid bereits im neuen Allianz Stadion an. Das 50-Millionen-Schmuckkasterl (inklusive Abrisskosten für die alte Arena) wird von der Stadt Wien mit 20 Mille gefördert. So wie das Stadion jetzt steht (um 90 Grad gedreht), hatte es Gerhard Hanappi ursprünglich geplant. Die Rapid-Legende hat zwar als Namensgeber ausgedient, dafür wurde der Standort in „Gerhard-Hanappi-Platz 1“ unbenannt. „Eine bessere Vereinsanschrift kann es für Rapid gar nicht geben“, ist Geschäftsführer Christoph Peschek überzeugt.

Ein Ziel in Grün-Weiß: Die Top 50 Europas

Klar, dass angesichts des aktuellen Runs auch die wirtschaftlichen Ziele ambitioniert sind: Im laufenden Geschäftsjahr will Rapid den Umsatz von zuletzt 24 auf 30 Millionen Euro steigern. Nur beim Thema Wachablöse von Red Bull steigt Geschäftsführer Peschek auf die Euphoriebremse: „Selbst wenn Salzburg bei Red Bull nicht mehr Priorität Nummer 1 haben sollte -die budgetären Mittel dort sind immer noch um ein Vielfaches höher als bei uns. Wir sollten demütig bleiben, die Ärmel aufkrempeln und unseren Weg weitergehen. Mit Herz und Hirn, wirtschaftlich wie sportlich.“ Schließlich sei laut Peschek genau genommen auch Barca ein Ausbildungsverein. Noch ist für ihn und den Rest der Liga schwer abzuschätzen, welche Folgen der Fokus auf die Filiale Leipzig mittel- und langfristig für Salzburg haben wird. Im Nachwuchs zertrümmerte man zuletzt die Konkurrenz -alle drei regierenden Meister der Toto-Jugendligen tragen das Bullen-Logo auf der Brust. Nicht zuletzt deshalb, weil mittels aggressiven Scoutings österreichweit die größten Talente geködert werden. „Auch von uns – schon 12-Jährige versucht man abzuwerben“, berichtet Rapid-Sportmanager Stefan Ebner. Die sportliche Kampfansage an den Klassenfeind ist dennoch klar formuliert. Peschek: „Wir wollen in den nächsten zehn Jahren drei Titel holen und unter die Top 50 Europas kommen!“ Kurios: Titel sind für Rapid in der Meisterschaft realistischer, denn der letzte Triumph im Cup jährte sich heuer zum 20. Mal.

Trotz des peinlichen Outs gegen Malmö bzw. Minsk gehört Salzburg als 39. des UEFA-Rankings noch immer zum erweiterten Kreis der europäischen Top-Klubs, während Rapid im Sandwich zwischen Palermo und Southampton auf Platz 119 eingeklemmt ist. So richtig vom Fleck kommt man nur über Erfolge im Europacup. Unter diesem Aspekt kann es von Vorteil sein, dass man in der Europa League in keine Hammergruppe gelost wurde.

Wo die Austria ein Vorbild ist

Wesentlich leiser als über das neue Stadion wird beim Mitgliederverein Rapid über ein anderes wichtiges Projekt nach außen kommuniziert: die bevorstehende Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft. Auch dieses Vorhaben wird fix mit Juli 2016 realisiert. Wie beim Verkauf des Stadionnamens ist auch in dieser Causa mit wenig Protest aus der Fanszene zu rechnen. Peschek: „Viele Mitglieder haben uns sogar dazu ermutigt und das Finanzministerium schreibt die Ausgliederung ohnehin vor. Wir prüfen derzeit, welches Modell für uns das bessere ist -eine nicht börsennotierte AG oder eine GesmbH.“ Bei Variante 1 wäre ausnahmsweise Erzrivale Austria das Vorbild, wo diese Form seit dem Stronach-Abgang erfolgreich praktiziert wird. Die zwei geschäftsführenden Vorstände bei Rapid wären Peschek (Finanzen) und Müller (Sport). Präsident Michael Krammer würde dann das Amt des Aufsichtsratschefs übernehmen – zumindest bis 2019, dann hat er seiner Frau versprochen, von der grün-weißen Kommandobrücke abzutreten. Peschek: „Bis dahin fließt noch viel Wasser die Donau runter.“ Soll heißen: Dank der neuen Organisationsstruktur ist Krammers Versprechen vielleicht nicht mehr ganz so bindend.

Sehr wohl in die Pflicht nehmen die Fans Hofmann, Schaub &Co. angesichts des fast perfekten Saisonstarts. Verständlich, schließlich hat man nach sieben Runden schon um drei Punkte mehr auf dem Konto als auf dem Weg zum bisher letzten Titel. Heuer im Frühjahr, bei der Presenting-Tour des neuen Meistertellers quer durchs Land, wurde das Happel-Stadion bewusst ausgelassen. Rapid gab der Bundesliga einen Korb. Peschek: „Weil wir ihn nicht bewundern, sondern ihn uns verdienen wollen!“ Dass der neue Teller ausgerechnet in jener Salzburger Werkstatt gefertigt wurde, die auch die meisten Trophäen für die sogenannten Red-Bull-Sportarten herstellt, war nicht der Grund.