Backstage: So viel casht der ÖFB in Frankreich

Die Qualifikation für die Endrunde in Frankreich ist nicht nur ein sportliches Glanzlicht. Für den ÖFB regnet es auch Kohle.

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Das Ticket für die EURO 2016 ist zwölf Millionen Euro wert. So viel erhält jeder Teilnehmer in Frankreich allein als Startgeld. Insgesamt wird die UEFA 300 Millionen Euro an Preisgeldern ausschütten -knapp 100 Mille mehr als 2008 beim Turnier in Österreich und der Schweiz! Der ÖFB kann’s also locker verschmerzen, dass man sich vor Quali-Beginn beim Poker um die Vertragsverlängerung von Marcel Koller weit aus dem Fenster lehnte – lehnen musste, denn der Schweizer Verband und Nürnberg hätten Koller nur zu gern abgeworben. Wie Schweizer Quellen verraten, casht der ÖFB-Teamchef aktuell eine Million Euro im Jahr. Über die EURO hinaus wird er allerdings kaum zu halten sein.

Österreich: Keine Chance als Veranstalter

Generell wird die Party nächsten Sommer (vom 10. Juni bis 10. Juli) zur Millionenshow: Durch die Aufstockung auf 24 Teams steigt die Anzahl der Matches um 65 Prozent von 31 auf 51. Im Vergleich zur Endrunde vor vier Jahren in Polen und der Ukraine können 80 Prozent mehr Tickets angeboten werden. Was klarerweise auch an den größeren Stadien liegt. Denn das neue Anforderungsprofil verlangt von einem EURO-Gastgeber zwei Arenen mit mindestens 50.000 Plätzen, drei mit 40.000 und vier weitere Stadien für 30.000 Zuschauer. Fazit: Österreich kommt zwar mehr denn je als Teilnehmer infrage, aber nie mehr als Veranstalter.