Angelique Kerber: So denkt Babsi Schett über die Deutsche am Tennisthron

Die Tirolerin Barbara Schett-Eagle, ehemals Nummer 7 der Tenniswelt und heute Eurosport-Moderatorin, retourniert für das Sportmagazin Fragen zur deutschen Powerfrau Angelique Kerber.

//Interview: Andreas Jaros //Fotos: imago sportfoto, GEPA-Pictures.com

Sportmagazin: Hättest du Kerber diese Traumsaison zugetraut?

Barbara Schett: Dass sie ein Fixpunkt in den Top 10 wird, ja, aber dass sie zwei Grand Slams gewinnt und Nummer 1 der Weltrangliste wird – nein.

Die Gründe für die Trendwende?

Vor ein paar Jahren ist sie zum ersten Mal richtig fit geworden, das hat dem Selbstvertrauen einen Schub gegeben und ihrem Spiel eine gewisse Konstanz. Mittlerweile ist sie davon überzeugt, dass sie dort hingehört, wo sie heute steht.

Was gefällt dir an ihrem Tennis, was nicht?

Sie ist eine Kämpferin, bewegt sich gut, ist geduldig und stets überlegt. Sie macht einfach keine dummen Sachen auf dem Platz. Die Vorhand schiebt sie mir oft zu sehr, da könnte sie noch mehr rausholen. Auch der Aufschlag gehört verbessert – und den Linkshänder mehr ein­setzen und ausbauen!

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Anqelique Kerber als Linz-Siegerin 2013 mit Finalistin Ana Ivanovic, Turnierdirektorin Sandra Reichel (li.) und Barbara Schett-Eagle

Wird Serena Williams, die zuvor 186 Wochen am Stück von der Spitze grinste, Kerber 2017 wieder vom Thron ­ballern?

Da ich glaube, dass Serena immer weniger spielen wird, sehe ich ganz gute Chancen für Angie, noch so eine Saison hinzulegen. Sie wird den Druck als Gejagte meistern und wieder Grand Slams gewinnen.

Hat sich die Deutsche seit ihrem Aufstieg zum weiblichen Pendant von Andy Murray verändert?

Nein, das Schöne ist, dass sie noch immer bodenständig und nahbar ist. Mit dem Rummel geht sie extrem gut um.

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